Der sich im Familienbesitz befindliche Autohersteller Peugeot hat seine Ursprünge in den Gründerjahren der Industrialisierung. Die Brüder Jean-Frédéric und Jean-Pierre Peugeot wandeln 1812 die im Familienbesitz befindliche Kornmühle in ein Stahlwerk um. Es wurden nun Werkzeuge und Haushaltsgeräte produziert.
Den Grundstein für die heutige Marke legte Armand Peugeot im Jahre 1889 mit seinem Serpollet Dreirad (Peugeot Typ 1), welches mit Dampf angetrieben wurde. Kurz darauf nutzte Peugeot die Kraft der von Daimler vertriebenen Benzin-Motoren und baute von nun an vierrädrige Fahrzeuge. Damit sich Peugeot nicht zu abhängig von Daimler machte, baute Armand Peugeot zwei weitere Produktionsstätten mit einer eigenen Motorenherstellung.
Peugeot baut jetzt bereits Kleinwagen, Limousinen, Coupés und Cabrios. 1929 wird erstmals das Modell 201 präsentiert und damit auch das erste mal ein neues Nummerierungssystem mit einer Null in der Mitte eingeführt. Die erste Zahl gibt die Größe des Autos und die letzte Zahl die numerische Abfolge des Modells an.
In den Kriegsjahren musste Peugeot der Rüstungsindustrie zur Verfügung stehen und begann erst ab 1948 wieder mit einer neuen Produktpalette.
In den 70ern übernahm Peugeot den Konkurrenten Citroen und konnte seine Marktposition weiter ausbauen. Peugeot hat sich zu einer weltbekannten Marke etabliert und ist gerade in Frankreich aus den Strassen gar nicht mehr wegzudenken.